Schwere Schulranzen: Heike Habermann fragt Kultusministerium

19.03.07 - 19.03.07

Offenbach, 19. März 2007 --- Die Offenbacher Landtagsabgeordnete Heike Habermann (SPD) hat an das Kultusministerium eine "Kleine Anfrage" zu den gesundheitlichen Auswirkungen bei Schülern durch schwere Schulranzen gerichtet. "Hintergrund dieser Frage war die Sorge von Eltern, die während meines schulpolitischen Informationsaustauschs über die Materialfülle in den Schulranzen geklagt hatten. Wenn die Kinder für sechs Schulfächer in sieben Schulstunden die jeweiligen Schulbücher mit sich herumschleppen müssen, ist ein Ranzen schnell an die 10 Kilo schwer - von den Eltern eigenhändig nachgewogen," erläutert Habermann. In ihrer Anfrage bittet sie unter anderem um Aufklärung, ob Lehrer, Eltern und Schüler über die Gewichtsempfehlungen zur DIN-Norm für Ranzen informiert werden und dies bei der Beschaffung von Schulbüchern und anderer Materialien und bei der Stundenplangestaltung berücksichtigt werde.

"Die schweren Schulranzen sind auch eine Folge von G 8. Die verkürzte Schulzeit auf den Gymnasien führt zu einer Überfrachtung der Lehrpläne und damit auch zu einer Überforderung der Schülerinnen und Schüler - hinsichtlich der Lerninhalte und des Ranzengewichts," folgert Habermann. Sie sei erfreut über die Initiative des Stadtelternbeirats nach mehr Schulfächern an den Offenbacher Schule, die während des Informationsaustauschs im November angeregt wurde. Auch die Offenbacher Koalition habe auf Anregung der SPD einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung gestellt, um im Kontakt mit den Schulen die Aufstellung weiterer Schließfächer zu prüfen. "Mehr Schließfächer können zu etwas Entlastung für die Kinder führen - zumindest beim Gewicht der Ranzen. Die Belastung durch die verkürzte Gymnasialzeit durch die erhöhten Leistungsanforderungen lässt sich so leider nicht verringern."



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