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Nord- oder Südbahn - die Wahl zwischen Pest und Cholera

04.02.00 - 04.02.00

Zur Besonnenheit und sachlichen Diskussion fordert die SPD-Landtagsabgeordnete Heike Habermann alle politischen Kräfte in Offenbach auf. Jetzt müsse vorrangiges Ziel sein, die im Mediationsbericht veröffentlichten Zahlen zu diskutieren und eine gemeinsame Position daraus zu bestimmen, die deutlich macht, dass wir in Offenbach keine zusätzliche Lärmbelastung wollen. „Zahlen kann man nicht schönreden, nur weil manchen das Ergebnis nicht gefällt. Tatsache ist, dass beim Bau einer der beiden Nordbahnen zusätzlich zu jetzt 45000 Bürgern und Bürgerinnen, die im Bereich von 60 dbA-Geräuschkulisse leben müssen, zukünftig 42000 bzw. 52000 dazukämen. Bei einer Südbahn wären es „nur" 23.000 zusätzliche Lärmopfer."

„Deshalb ist es leichtfertig von Stefan Grüttner und der CDU Offenbach, sich sofort auf den Südbahnzug zu schwingen, ohne zu erklären, warum frühere Aussagen der CDU, zusätzlichen Lärm für Offenbach verhindern zu wollen, jetzt offensichtlich überholt sind. Nach dem Motto „Was schert mich mein Gerede von gestern" wird ohne Erklärung und ohne Zwang ein Ausbauszenario unterstützt, das Offenbach erhebliche zusätzliche Belastungen bringt."

Es sei natürlich möglich, so Habermann, dass der Landtagsabgeordnete der CDU bereits über das Procedere der Entscheidungsfindung im Landtag informiert sei und wisse, dass er völlig ohne Rücksicht auf seine Glaubwürdigkeit Positionen äußern könne. „Es wird immer wahrscheinlicher, dass der Landtag nach den Vorstellungen von Ministerpräsident Koch allein die Frage des Ob entscheiden wird und die Frage der Auswahl einer der drei präferierten Ausbauvarianten danach von den Fachleuten entschieden wird. Dann weiß jeder Landtagsabgeordnete aus Offenbach, dass er mit seiner Grundsatzentscheidung pro Ausbau alle Möglichkeiten der Einflussnahme und alle Verantwortung für die Lage der neuen Landebahn abgibt, und kann seine Hände in Unschuld waschen." Deshalb , so Habermann , könne die Position zum Flughafenausbau aus Offenbacher Sicht nur ablehnend sein.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:
Wahlkreisbüro - Monika Pröse
Herrnstr. 14, 63065 Offenbach
Tel: 069/88 70 45 - Fax: 069/88 70 46


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